Getragene Unterwäsche verkaufen – was ist legal, was nicht?

Getragene Unterwäsche verkaufen – was ist legal, was nicht?

Unterwäsche verkaufen, legal oder nicht?

Immer mehr Menschen entdecken den Verkauf getragener Wäsche als unkomplizierte Möglichkeit, nebenbei Geld zu verdienen. Doch bevor du loslegst, stellt sich eine wichtige Frage: Ist das überhaupt legal? Die kurze Antwort lautet: ja – mit einigen Bedingungen. In diesem Artikel erklären wir dir alles, was du rechtlich und steuerlich wissen musst.

Ist der Verkauf getragener Unterwäsche in Deutschland legal?

Grundsätzlich ja. Der Verkauf getragener Unterwäsche zwischen Erwachsenen ist in Deutschland nicht verboten. Es gibt kein spezifisches Gesetz, das diesen Handel untersagt. Grundlage ist das allgemeine Kaufvertragsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs
(BGB), das auf private Verkäufe genauso zutrifft wie auf jede andere Ware.
Entscheidend ist dabei: Beide Parteien – Käufer und Verkäufer – müssen volljährig sein (mindestens 18 Jahre alt).

Ab wann wird es gewerblich – und was bedeutet das?

Hier liegt eine der häufigsten Missverständnisquellen. In Deutschland gilt: Wer regelmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht handelt, betreibt ein Gewerbe – unabhängig davon, wie viel er dabei verdient. Die Höhe des Einkommens ist also NICHT das entscheidende Kriterium. Für viele Verkäufer auf Marktplätzen gilt jedoch folgende Faustformel: Wer gelegentlich und ohne systematische Gewinnabsicht verkauft, bleibt im privaten Bereich. Wer hingegen regelmäßig, professionell und kontinuierlich verkauft, sollte sich bei seinem zuständigen Gewerbeamt informieren.

Das Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG)

Seit dem 1. Januar 2023 gilt in Deutschland das PStTG. Es verpflichtet Plattformen dazu, dem Finanzamt Meldung zu erstatten, wenn Verkäufer folgende Grenzen überschreiten:

• Mehr als 30 Verkäufe pro Kalenderjahr, oder

• mehr als 2.000 Euro Umsätze pro Kalenderjahr.

Wer diese Grenzen überschreitet, muss der Plattform seine Steuer-ID mitteilen. Das heißt nicht automatisch, dass Steuern fällig werden – aber das Finanzamt erhält Kenntnis von den Einnahmen.

Versand: Darf man das per Post schicken?

Ja. Getragene Unterwäsche gilt nicht als gefährliches Gut und darf völlig legal per Post oder Paketdienst verschickt werden. Wichtig ist lediglich, dass das Paket diskret verpackt ist.

Was ist verboten?

• Der Verkauf an Minderjährige ist absolut verboten und strafbar.

• Pornografische Inhalte mit Bezug zu Minderjährigen sind in jeder Form strafbar.

• Falsche Angaben über den Artikel können zivilrechtliche Konsequenzen haben.

Fazit

Getragene Unterwäsche zu verkaufen ist in Deutschland legal – solange beide Parteien volljährig sind und steuerliche Pflichten beachtet werden. Auf seriösen Plattformen wie Dirty Desire sind die wichtigsten Schutzmechanismen bereits eingebaut.

Warenkorb
Nach oben scrollen